Wer sich dazu entschließt, therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, hat den mutigsten Schritt oft schon getan. Doch nach der Entscheidung kommen die Fragen: Wo gehe ich hin? Wer ist die Person, der ich mich anvertraue? Und wie sieht der Ort aus, an dem ich vielleicht meine verletzlichsten Themen ansprechen werde?
Gerade im Bereich der psychischen Gesundheit ist das „Bauchgefühl“ entscheidend. Mit diesem Artikel möchte ich Ihnen die Unsicherheit nehmen. Ich möchte Ihnen einen transparenten Einblick in meine Psychotherapie Praxis in Rosenheim geben – noch bevor Sie zum Hörer greifen oder eine E-Mail schreiben.
Als Heilpraktiker für Psychotherapie ist es mir wichtig, dass Sie wissen, worauf Sie sich einlassen: Eine Therapie auf Augenhöhe, in einem geschützten Rahmen und mit einem Gegenüber, das Sie als ganzen Menschen sieht.
Ein virtueller Rundgang: Kommen Sie herein
Worte können viel beschreiben, aber Bilder vermitteln ein Gefühl. Bevor ich Ihnen meine therapeutische Haltung erkläre, lade ich Sie ein, sich meine Räumlichkeiten in der Gießereistraße 6 direkt anzusehen. Mir ist es wichtig, dass meine Praxis kein steriler, klinischer Ort ist, sondern ein Raum, der Ruhe und Sicherheit ausstrahlt.
Sehen Sie sich hier meinen kurzen Video-Rundgang an:
Ich hoffe, dieses Video konnte Ihnen einen ersten Eindruck vermitteln. Die Atmosphäre des Raumes ist mir wichtig. Hier sollen Sie sich sicher genug fühlen, um auch schwierige Gefühle zuzulassen.
Die Vorteile meiner Privatpraxis: Ein Rahmen für individuelle Wege
Als Heilpraktiker für Psychotherapie arbeite ich unabhängig von den Vorgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Dieser Rahmen bringt für unsere Zusammenarbeit ganz konkrete Vorteile mit sich, die den therapeutischen Prozess oft erleichtern:
- Zeitnahe Termine: Krisen richten sich nicht nach Wartelisten. Als Privatpraxis kann ich flexibler planen, sodass Sie bei mir in der Regel zeitnah einen Termin bekommen.
- Methodenwahl: Die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt nur die Richtlinienverfahren, die Gestalttherapie gehört nicht dazu. Als Heilpraktiker für Psychotherapie bin ich daran nicht gebunden und arbeite gestalttherapeutisch, weil dieser Ansatz meiner Ausbildung und meiner Haltung entspricht.
- Diskretion: Wenn Sie selbst zahlen, geht keine Abrechnung und damit auch keine Diagnose an Ihre gesetzliche Krankenkasse. Reichen Sie Rechnungen bei einer privaten Versicherung ein, erfährt diese die Angaben auf der Rechnung. Gesundheitsfragen, etwa beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder bei der amtsärztlichen Untersuchung vor einer Verbeamtung, müssen Sie in jedem Fall vollständig und wahrheitsgemäß beantworten. Je nach Wortlaut schließen sie auch selbst bezahlte Behandlungen und Behandlungen bei Heilpraktikern ein.
Doch der organisatorische Rahmen ist nur das Fundament. Viel wichtiger ist das, was in den Sitzungen passiert.
Mein therapeutischer Ansatz: Gestalttherapie
Wenn wir an „Therapie“ denken, haben wir oft das Bild im Kopf, dass wir stundenlang in der Kindheit wühlen, während der Therapeut schweigsam nickt und Notizen macht. In meiner Arbeit steht etwas anderes im Vordergrund. Ich arbeite fundiert mit der Gestalttherapie.
Das klingt erst einmal abstrakt, bedeutet aber etwas sehr Praktisches: Wir arbeiten im Hier und Jetzt. Natürlich hat Ihre Vergangenheit Sie geprägt. Alte Verletzungen und Erfahrungen haben Sie zu dem Menschen gemacht, der Sie heute sind. Aber wir können die Vergangenheit nicht umschreiben. Wir können nur verändern, wie diese Vergangenheit Sie heute beeinflusst.
Wir schauen uns an:
- Wie zeigen sich alte Muster in Ihrem aktuellen Leben?
- Was fühlen Sie jetzt gerade, wenn Sie darüber sprechen?
- Wie gehen Sie in diesem Moment mit mir in Kontakt?
Kontakt und Begegnung statt bloßer Analyse
Viele psychische Belastungen entstehen durch einen Verlust von Kontakt – zu anderen Menschen, aber vor allem zu uns selbst. In meinen Sitzungen biete ich Ihnen eine „echte“ Begegnung an. Ich begegne Ihnen als Mensch und zeige auch, was Ihre Worte in mir auslösen, soweit es Ihnen dient. Ich gehe mit Ihnen in Resonanz.
Wir erforschen gemeinsam, wie Sie Beziehungen gestalten. Wo ziehen Sie sich zurück? Wo passen Sie sich zu sehr an? Wo stehen Ihnen alte Schutzmechanismen im Weg, die früher vielleicht überlebenswichtig waren, Sie heute aber einengen?
Wenn wir diese Muster im geschützten Raum der Therapie sichtbar machen, können sie an automatischer Macht verlieren, und mehr Wahlfreiheit wird möglich.
Der Körper erinnert sich: Embodiment in der Therapie
Ein zentraler Pfeiler meiner Arbeit, der mir sehr am Herzen liegt, ist die Einbeziehung des Körpers. Kopf und Körper lassen sich nicht voneinander trennen.
Gerade bei Stress, Ängsten oder traumatischen Erfahrungen ist das Nervensystem oft in einem dauerhaften Alarmzustand. Verstehen allein reicht dann oft nicht aus. Vielleicht kennen Sie das: Vom Kopf her haben Sie alles verstanden („Ich weiß, ich sollte keine Angst haben“), aber der Körper reagiert trotzdem mit Panik, Enge oder Erschöpfung.
Deshalb beziehe ich den Körper behutsam mit ein (Embodiment). Wir achten darauf:
- Stockt Ihr Atem, wenn wir ein bestimmtes Thema berühren?
- Zieht sich Ihr Magen zusammen?
- Ballen sich Ihre Hände zur Faust?
Diese körperlichen Signale sind Wegweiser. Wenn wir lernen, sie wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben, können zurückgehaltene Gefühle spürbar werden und Raum bekommen. Es geht darum, wieder im eigenen Körper „zuhause“ zu sein, statt ihn nur als funktionierendes Werkzeug zu betrachten.
Sie sind nicht „falsch“ – Arbeit an der Selbstakzeptanz
Viele Klienten kommen mit dem tiefen Glaubenssatz in meine Praxis: „Mit mir stimmt etwas nicht. Ich muss repariert werden.“ Vielleicht fühlen Sie sich oft „zu viel“, „zu sensibel“ oder „nicht belastbar genug“ für diese schnelle Welt.
Ich stelle Diagnosen, wo sie nötig sind, sehe Symptome – sei es eine Depression, eine Angststörung oder ein Burnout – aber auch als kreative Anpassungsleistung der Psyche an schwierige Umstände. Ihr System hat versucht, Sie zu schützen.
In unserer Zusammenarbeit geht es nicht darum, Sie zu „reparieren“, als wären Sie eine defekte Maschine. Es geht um Verstehen und Integrieren. Wir schauen, warum Sie so fühlen, wie Sie fühlen, und würdigen Ihre bisherigen Lösungsversuche. Oft ist der erste Schritt zur Besserung nicht der Kampf gegen das Symptom, sondern das radikale Annehmen des „So-Seins“. In dieser Akzeptanz entsteht oft paradoxerweise erst die Möglichkeit zur Veränderung.
Bei welchen Themen kann ich Sie unterstützen?
Meine Praxis steht Menschen offen, die sich in Lebenskrisen befinden oder aktiv an ihrer psychischen Gesundheit arbeiten wollen. Typische Themen, mit denen Menschen zu mir kommen, sind:
- Depressionen und Antriebslosigkeit: Wenn alles grau erscheint und die Freude am Leben fehlt.
- Burnout und Erschöpfung: Wenn die Grenzen zu lange überschritten wurden und nichts mehr geht.
- Ängste und Panikattacken: Wenn Sorgen den Alltag dominieren und die Freiheit einschränken.
- Traumabewältigung: Wenn alte Wunden nicht heilen wollen und immer wieder aufbrechen.
- Beziehungskonflikte: Egal ob in der Partnerschaft oder der Familie.
- Lebenskrisen und Umbrüche: Trennung, Jobverlust oder die Suche nach neuem Sinn.
Dabei gilt: Sie müssen nicht „krank“ sein, um zu mir zu kommen. Liegt keine Störung mit Krankheitswert vor, ist unsere Arbeit Beratung oder Selbsterfahrung, nicht Psychotherapie im rechtlichen Sinn.
Der erste Schritt: So läuft der Beginn ab
Ich weiß, dass die Hemmschwelle oft hoch ist. Daher gestalte ich den Einstieg so unkompliziert wie möglich.
- Kontaktaufnahme: Über meine Webseite können Sie online ein kostenloses telefonisches Erstgespräch (15–20 Minuten) buchen.
- Erstanamnese: Dieser Termin findet in der Praxis statt und kostet 130 €. Hier können Sie gut einschätzen, ob die Chemie stimmt. Studien zeigen immer wieder, dass die Qualität der therapeutischen Beziehung eng mit dem Therapieergebnis zusammenhängt.
- Entscheidung: Sie schauen, ob Sie sich bei mir wohlfühlen. Ich prüfe, ob ich der richtige Therapeut für Ihr Anliegen bin.
- Der Weg: Wenn es passt, vereinbaren wir weitere Termine. Eine Sitzung kostet 100 €. In der Regel sehen wir uns alle zwei Wochen oder einmal im Monat; Einzelheiten besprechen wir gemeinsam.
Fazit: Ein Raum für Ihre Geschichte
Meine Praxis in Rosenheim ist mehr als nur mein Arbeitsplatz. Es ist ein Ort der Menschlichkeit. Hier dürfen Masken fallen. Hier darf gelacht und geweint werden. Hier darf Wut Raum haben und Stille ausgehalten werden.
Ich hoffe, dieser Artikel konnte Ihnen einen guten Einblick in meine Psychotherapie Praxis in Rosenheim geben. Transparenz und Vertrauen sind der Boden, auf dem Wachstum geschieht.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um sich Unterstützung zu holen oder alte Themen anzugehen, lade ich Sie herzlich ein, den Kontakt zu suchen. Schauen Sie sich gerne weiter auf meinem Blog um, um noch mehr über meine Gedanken zu Themen wie Angst, Gefühle und allgemein über Psychotherapie zu lesen.
Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.
Disclaimer
Dieser Artikel dient ausschließlich der neutralen Information und psychologischen Aufklärung. Er ersetzt keinesfalls eine professionelle medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik, Beratung oder Behandlung. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen oder psychischen Beschwerden stets an einen qualifizierten Arzt, Heilpraktiker für Psychotherapie oder approbierten Psychotherapeuten. In akuten Krisen erreichen Sie den Krisendienst Psychiatrie Oberbayern rund um die Uhr unter 0800 655 3000, bei Lebensgefahr die 112.